Content Marketing B2B: Wie Content Marketing dem Industriegewerbe in der Schweiz nützen kann

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Content Marketing B2B: Wie Content Marketing dem Industriegewerbe in der Schweiz nützen kann

12 April 2018 / von Yildiz de Leeuw

Es ist Zeit, dass Schweizer Industrie- und Produktionsbetriebe in Sachen Content Marketing aufrüsten und sich bemerkbar machen! Wir sind noch immer im Glauben gefangen, dass die Produktionsbranche nicht "glamourös" genug ist, um über sie zu schreiben, oder dass es genügt, einfach Produktspezifikationen zu publizieren.

Irrtum! Natürlich strotzt die Branche vor High-Tech und Fachjargon, doch ist es genau das, was grenzenlose Möglichkeiten für eine Firma schafft.  Wenn Sie Blogging richtig nutzen, können Sie Ihre Markenbekanntheit steigern, eine gezielte Zielgruppe ansprechen und Leads generieren.

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Lassen Sie uns in die Welt der Blogging-Möglichkeiten für Industriebetriebe eintauchen...

 

Ein Strategiemangel 

Ohne die richtige Taktik läuft auch im "Chancenland Content-Marketing für Industrieunternehmen" wenig. Ohne die passende Strategie geraten Sie ebenso ins Rudern, wie es mit einem steuerlosen Boot auf hoher See der Fall wäre. 

Zwar wissen Sie, wohin Sie navigieren müssen und die Hälfte der Ausstattung haben Sie auch beieinander, aber um wirklich voran zu kommen, fehlt Ihnen das passende Werkzeug und ein Kompass. So schwadern Sie einfach vor sich hin, anstatt tatkräftig in See zu stechen.

Damit vergleichbar ist der aktuelle Stand in Bezug auf Content Marketing B2B vieler Industrie- und Produktionsbetriebe in der Schweiz. Oder im Ausland, wenn wir uns die Sache genauer anschauen:  Laut dem Trendreport "B2B Content Marketing Trends 2017" verwenden 89% aller nordamerikanischen Marketiers aus Industriebetrieben irgendeine Form von Content-Marketing. Klingt nach viel, oder?

Nun... die meisten Marketiers oder Verkäufer stellen ihren Kunden "irgendeine Form" von Content Marketing zur Verfügung, sei es ein Leitfaden, ein Prospekt, oder – wie bereits erwähnt – Produktspezifikationen. Das Problem: Meist wird der Content nicht systematisch aufbereitet. Die Marketiers machen sich keine Gedanken darüber, wie welcher Kunde in welcher Phase der Buyers Journey angesprochen werden möchte, damit er eine positive Kaufentscheidung fällt.

Diese Strategielosigkeit ist dafür verantwortlich, dass Industriebetriebe (nicht nur) in der Schweiz in Sachen Content Marketing B2B hinterherhinken. Wenn Ihre Firma zu den wenigen gehört, die eine gezielte, schriftlich dokumentierte Content-Marketing-Strategie fahren, verschaffen Sie sich verkaufstechnisch einen gehörigen Vorsprung.

Und ja: Wenn ich könnte, würde ich Ihnen sofort gelingsichere Leitfäden und Dokumente in die Hand geben, die jedes Thema und jeden einzelnen Schritt zum Erfolg abdecken. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass es keine einheitliche Marketingstrategie für Industriebetriebe in der Schweiz gibt. Die Branche besteht aus Tausenden von Unternehmen, die in Millionen von Produkten für unterschiedliche Zielgruppen unterteilt sind. Das einzige, was wir alle gemeinsam haben, ist, dass wir alle eine Content-Strategie finden müssen, die für uns funktioniert. Ansonsten sind die Chancen, dorthin zu gelangen, wo wir hinwollen, gering.

Zeit, dass wir richtig priorisieren.

 

Wie können Industriebetriebe vorgehen?

Gut möglich, dass Sie gerade an der Strategie Ihres Unternehmens arbeiten und sich überlegen, wie Sie den Erfolg Ihrer B2B-Content Marketing Strategie steigern können. Obwohl es keine Taktik gibt, die für alle passt, funktionieren einige Strategien erwiesenermassen für alle Unternehmen.  Sie müssten nur entsprechend an Ihre Zielgruppe angepasst werden.

Tactics Used That B2B Marketers Say Will be Most Critical to Content Marketing Success

Auf die Frage "welche von Ihrer Firma verwendete Content-Marketing-Strategie ist für den Erfolg des gesamten Content-Marketings besonders wichtig?", antworteten Marketiers in "B2B Marketing Content 2018 Benchmarks, Budgets, and Trends Report" von contentmarketinginstitute.com, dass die folgenden Elemente besonders wichtig sind:  
  1. Blogs
  2. E-Mail-Newsletters
  3. Social Media Content 
Fällt Ihnen auf, dass das allesamt Massnahmen sind, die Online durchgeführt werden? Es wird immer offensichtlicher, dass Produktionsbetriebe weltweit auf Onlinemarketing setzen. Auch Schweizer Industriebetriebe sollten auf den Zug aufspringen und Chancen wahrnehmen.

"Traditionelle" Marketingmassnahmen sind nicht mehr so effektiv wie früher: Printmagazine schaffen es nicht einmal mehr auf die Liste! Nicht nur die Welt, sondern auch unser Marketing ist längst digital geworden.

Schauen wir uns die oben definierten Punkte im Detail an, damit Sie sie als Teil Ihrer Marketingstrategie implementieren könnten:

 

1. Blogs

Wie die Grafik zeigt, ist Bloggen das "täglich Brot" des B2B Content Marketings und wird auch weiterhin an Beliebtheit gewinnen. Firmen, die bloggen, generieren bis zu 67% mehr Leads als diejenigen, die es nicht für nötig halten. Und 72% der Marketer sagen, dass die Erstellung von relevanten Inhalten die effektivste SEO-Taktik ist.

Die Kunden von Schweizer Industriebetriebe sind nicht auf wundersame Weise anders gewickelt als Kunden überall sonst auf der Welt: Sie leben ebenso im digitalen Zeitalter und recherchieren mit Hilfe derselben Suchmaschinen über Produkte.

Suchmaschinen generieren am meisten Traffic. Frische, kreative Inhalte, die Sie regelmässig auf Ihrer Webseite veröffentlichen, steigern Ihr Ranking. Blogging ist kosteneffektiv und macht sie glaubwürdig, indem es Ihre Expertise zeigt. Beachten Sie dabei folgendes (in Kurzform).

  • Definieren Sie Keywords für Ihren Blog und zielen Sie Ihre Content-Marketing Aktivitäten auf diese Worte ab
  • Erstellen Sie Beiträge, die "echte" Probleme lösen. Damit meinen wir Artikel, die Lösungen für die Suchanfragen bieten, nach denen Ihre Kunden online suchen
  • Schaffen Sie eine Kommunikationsplattform unter jedem Blog, indem Sie die Leser zum Kommentieren ermuntern

So eröffnen Sie Dialoge zwischen Unternehmen und Kunden - ausserdem können Sie diese wertvollen Leserdaten in Leads umwandeln. Lesen Sie auch unseren Beitrag "Richtig bloggen: In 10 Schritten zum geschliffenen Blogartikel".

Blogs werden intensiv gelesen: Zwei Drittel der im Rahmen der „Studie Web 2.0 in der Schweiz“ befragten User lesen mindestens einmal im Monat in einem Blog. Und – die Inhalte werden ernst genommen: In einer durchgeführten Studie fand Beratungsunternehmen Deloitte heraus, dass 65% der Kaufentscheidungen in der Schweiz durch das Internet beeinflusst werden. Dabei nutzen 90% der Personen die Suchmaschinen und landen damit natürlich auch immer wieder auf Blogbeiträgen. Fast die Hälfte der der Personen nutzen explizit ihnen bekannte Blogs und Foren.

 

2. E-Mail-Newsletters

Ein Newsletter ist ein tolles Werkzeug für den Aufbau von Geschäftsbeziehungen und den regelmässigen Kontakt mit Kunden und Interessenten. Wenn Sie einen Newsletter veröffentlichen, machen Sie darauf aufmerksam, wie Ihr Unternehmen bestimmte Probleme löst, oder in welchen Situationen Ihre Services und Produkte von Nutzen sind.

Mittels Newsletter können Sie:

  • Ihr Fachwissen auf eine von Ihnen gesteuerte Weise demonstrieren
  • Vertrauen in Ihr Unternehmen als potenzieller Lieferant stärken
  • Ihre eigenen Produkte und Dienstleistungen (zu Ihren Konditionen) bewerben, oder
  • neue und Ihre potenziellen Kunden dazu einzuladen, mit Ihnen zu interagieren. 

Behalten Sie beim Erstellen von Newsletter ein paar Dinge im Hinterkopf: Senden Sie Ihren Newsletter ausschliesslich an Menschen, die von Ihnen lesen wollen. Wenn einige Ihrer E-Mail-Listen geringe Resonanz aufweisen, stoppen Sie den Versand. Jedes Mal, wenn Sie eine Liste mit niedrigen Öffnungs- und Interaktionsraten senden, beeinträchtigt das Ihre Domain-Reputation und verringert somit die Chancen, sich mit anderen potenziellen Kunden zu verbinden.

Haben Sie für jedes E-Mail, dass Sie senden wollen, ein klares Ziel vor Augen. Jedes E-Mail muss einen klaren Zweck haben und dem User ermöglichen, dieses Ziel zu erreichen. Überprüfen Sie das, bevor Sie auf "Senden" drücken: Die Empfänger sollen klar wissen, was "sie zu tun haben".  

Ziele können sein:

  • Einen Kontakt zu einer Handlung auffordern; beispielsweise ein Formular ausfüllen, damit Ihr Team mehr Informationen über den Kunden erhält
  • Einen Promo-Code einlösen  
  • Klare Call-to-Actions und Links im Text, die dem Leser sagen, wohin er klicken soll und jedem User die Möglichkeit geben, auf seine bevorzugte Art zu interagieren. Jede Benutzerin und jeder Benutzer ist anders, also sollten auch Ihre E-Mails flexibel sein.

Personalisieren und testen Sie Ihre E-Mails. Personalisierte E-Mails funktionieren tatsächlich. Nichts ist weniger persönlich als das Empfangen einer E-Mail mit der Anrede "lieber Kunde" oder "liebe (Vorname)". Testen Sie daher alle E-Mails und stellen Sie sicher, dass Sie sie an die Namen der Empfänger senden.

Senden Sie die E-Mails von einem echten, personalisierten Konto - also von einer "echten" Person. 

 

3. Social Media Content 

Die meisten Betriebe im Industriegewerbe nutzen eine Form von sozialen Medien, und haben Unternehmensprofile auf einem oder mehreren Social-Media-Kanälen. Welche Kanäle Sie nutzen, ist unternehmensabhängig. Wichtig ist jedoch, dass Sie sich der Qualität Ihrer Inhalte und dem Sinn und Zweck der jeweiligen Plattform bewusst sind.

Nehmen wir YouTube als Beispiel. Auch wenn Sie die Plattform nicht sogleich als soziales Netzwerk einstufen, ist es eines der grössten Plattformen für den weltweiten Austausch untereinander. YouTube ist nicht nur ein Ort im Cyberspace, auf den man irgendwelche Videos hoch lädt. YouTube ist eine Social-Media-Plattform, die jegliche Inhalte visuell aufwertet, einen Newsfeed in Form von empfohlenen Videos von abonnierten Kanälen und eine Kommentarfunktion bietet - klingt nach sozialem Netzwerk, oder?

content-marketing-industrie-social-media-schweizAngenommen, Ihr Unternehmen fertigt Maschinen für den Landschaftsbau. Ihr YouTube-Kanal ist die ideale Plattform, um ansprechende Produktvideos hochzuladen, die präsentieren, wie das Gerät benutzt wird, oder - noch besser - gute Resultate und begeisterte Kunden zeigen (oder gar von denen hochgeladen und verbreitet wird). 

Natürlich sind alle Inhalte ansprechend und hochwertig aufbereitet, dass die Marke und die Geräte optimal ins rechte Licht gerückt werden. Das hilft Ihnen nicht nur bei der Vermarktung, sondern Sie unterstützen Ihren Grosshändler / Distributor dabei, wiederum ihren Endkunden zu begeistern.  Wenn Sie Ihre Videos mit den Blog-Inhalt auf der Geschäftswebsite verlinken, steigern Sie das Engagement weiter.

Wenn Sie als B2B-Industriebetrieb davon überzeugt sind, dass Ihre potenziellen Kunden nur Xing oder LinkedIn verwenden, denken Sie noch einmal darüber nach. Der Herr Ingenieur, die Einkäuferin oder der Logistik-Manager ist genauso ein Mensch wie Sie und wird wahrscheinlich auch soziale Netzwerke ausserhalb von Xing und LinkedIn für private Zwecke nutzen.

Nutzen Sie diesen Fakt!

 


Schlussfolgerung

Es ist für jedes Unternehmen unumgänglich, dass es auf seine wichtigsten Produkte und Dienstleistungen aufmerksam macht. Damit die Schweizer Industrie- und Produktionsbetriebe weiterhin gedeihen und eine breitere Zielgruppe erreichen können, ist es Zeit, dass die Marketiers Zeit und Mühe in Content-Pläne investieren. Das kann die Glaubwürdigkeit innerhalt Ihrer Branche stärken, Ihnen die Rolle als Vordenker oder Branchen-Leader verschaffen, die Kundenbindung verbessern und Sie dabei unterstützen, mehr Kunden zu gewinnen.

Möchten Sie mehr darüber lesen, welche Chancen Inbound Marketing fürs Industriegewerbe bietet welche Schritte für die erfolgreiche Umsetzung erforderlich sind? Laden Sie unseren kostenlosen Leitfaden "Inbound Marketing für Industriebetriebe in der Schweiz" herunter.

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Mich würde interessieren, ob Sie nach der Lektüre dieses Beitrags anders über Ihren Content-Marketing-Plan denken. Lassen Sie es mich mit einem Kommentar wissen!

Themen: B2B Marketing, Content Marketing, Industriemarketing

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